Dissertation

Umweltbildung in der Grundschule

FOKUS SCHULE UND FAMILIE – EINE EMPIRISCHE PERSPEKTIVENERWEITERUNG

Irmela Maria Bischoff


In ihrer Dissertation zeigt Irmela Bischoff neue Perspektiven der Umweltbildung in der Grundschule auf. Sie legt im Rahmen einer qualitativen Untersuchung konsequent den Fokus auf die Mesoebene, d.h. es werden die an der Umweltbildung wesentlich beteiligten sozialen Systeme „Schule“ und „Familie“ in den Vordergrund der Untersuchung gestellt. Dabei werden mit Hilfe eines eigens entwickelten theoretischen Bezugsrahmens die Befragungsergebnisse von Lehrkräften, Vertretern der Schulhierarchie, Erziehungsberechtigten und Schülern geordnet, verdichtet und interpretiert. Die Arbeit geht davon aus, dass Schule allein sinnvolles und praktisches Umwelthandeln von Schülerinnen und Schülern kaum erreichen kann. Die Gründe sind vielfältig und werden in diesem Buch hinreichend dargestellt. Der wichtigste Grund ist jedoch: Umwelthandeln findet in wesentlichen Teilen nicht in der Schule, sondern in den Familien statt (Ausnahmen hiervon sind ggf. Ganztags-Umweltschulen). Das soziale System „Schule“ kann das soziale System „Familie“ (mit zahlreichen Subsystemen) jedoch nicht zur Umsetzung von Inhalten der Umweltbildung zwingen. Erfolgt die Umsetzung in den Familien nicht, bleiben als bekannte Effekte: grundlegende Anbahnung von Umweltwissen, Umwelteinstellung, Umweltbewusstsein und - wenn es sehr gut läuft - auch Handlungskompetenz. Dieses Buch plädiert daher für eine umweltbezogene Bildungspartnerschaft zwischen Schulen und Familien.

Über die Autorin:

Dr. Irmela Bischoff ist derzeit Konrektorin in einer Grundschule im Großraum Augsburg. Darüber hinaus sind ihre beruflichen und wissenschaftlichen Schwerpunkte schulische Umweltbildung, Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie der Einsatz von bewegungsorientierten Übungen (insbesondere Qi Gong) zur Entwicklungsförderung von Grundschülern.

Download:

Irmela_Bischoff_-_Umweltbildung_in_der_Grundschule.pdf

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