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Naturschutzjugend im LBV bildet Artenkenner*innen von morgen aus

Dass die Artenkenntnis in der Bevölkerung seit Jahren abnimmt, ist kein Geheimnis. Der LBV möchte junge Menschen als Expertinnen und Experten für die heimische Pflanzen- und Tierwelt gewinnen.

Am ersten Artenkenntnis-Wochenende im Juni in Garmisch nahmen knapp 70 junge Menschen zwischen 14 und 30 Jahren sowie 21 Referent*innen aus ganz Bayern teil. Für die Vogelstimmenexkursion führte der "Vogelphilipp" Philipp Hermann die jungen Interessierten entlang von Wiesen, Hecken und Gärten. Der LBV-Alpenexperte Michael Schödl nahm seine Gruppe mit an die Isarauen, um dort nach Kiesbrütern Ausschau zu halten. Bei Exkursionen ins Naturschutzgebiet Murnauer Moos entdeckten die Teilnehmenden neben Kreuzottern und Gelbbauchunken auch Braunkehlchen und Wachtelkönig. Und spätabends lernten die Artenkenner*innen von morgen einige Nachtfalter- und Fledermausarten kennen.

"Durch unsere LBV-Hochschulgruppe in Triesdorf hatte ich bereits eine grobe Vorstellung, was mich erwartet, aber diese Erwartungen wurden übertroffen. Man hat gesehen, dass man nicht allein auf weiter Flur ist, sondern dass es noch viele andere junge Menschen gibt, die sich für unsere Natur interessieren", sagt Selina Hemmer, Teilnehmerin am Artenkenntnis-Wochenende. Am Wochenende haben nicht nur die Referent*innen selbst, sondern auch einige Teilnehmende mit ihrem Fachwissen überzeugt.

Lisa Silbernagl betreut das Netzwerk Artenkenntnis an der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege und war besonders von der Euphorie der Teilnehmenden begeistert. Nach diesem gelungenen Wochenende beginnen die Vorbereitungen für das nächste Artenkenntnis-Wochenende vom 2. bis 4. September 2022 in Rothenfels am Main, bei dem neue Artengruppen und andere Lebensräume des mainfränkischen Spessarts erkundet werden können.

Interessierte können sich hierfür anmelden unter:
www.naju-bayern.de/artenkenntniswochenende-2022/