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„Aktiv für eine nachhaltige Zukunft einsetzen“, das haben sich die Schülerinnen des Hohenburger Gymnasiums in Lenggries vorgenommen. Sie entwickelten im Rahmen von zwei aufeinander folgenden Praxisseminaren zum Thema „Nachhaltigkeit“ unter Leitung von Lehrkraft Tamara Höcherl einen begehbaren ökologischen Fußabdruck. Das 1.000 qm große Labyrinth aus Hainbuchen beherbergt einen interaktiven Lehrpfad:

Den Weg von der Ferse zu den Zehen müssen die Besucher*innen selbst finden, indem sie Fragen zum umweltbewussten Verhalten im Alltag beantworten, von Konsum über Mobilität bis zu Energie und Ernährung. Beispielsweise, wie sie möglichst viel warmes Wasser sparen oder wie sie bei Handykauf und -nutzung ökologisch verantwortungsvoll handeln. Wer „falsch“ antwortet, gerät in eine Sackgasse und muss zur Frage zurückgehen. Auf diese Weise erwerben die Besucher*innen neues Wissen über die lokalen und globalen Auswirkungen ihres Konsumverhaltens. Vor allem aber erhalten sie Anregungen, wie sie konkret im Alltag Ressourcen schonen, CO2 einsparen und sozial verantwortungsvoll konsumieren können. Mitmachstationen, etwa ein Energiefahrrad oder ein Balancierbalken, geben weitere Handlungsimpulse.
In Arbeitsgruppen entwickelten die Schülerinnen, unterstützt von ihrer Lehrerin und Mitarbeiter*innen der Umweltstation die Anlage mit den einzelnen Info- und Mitmachstationen. Nachdem die Finanzierung gesichert war, beteiligten sich die Jugendlichen aktiv bei der Umsetzung. Die Schülerinnen gewannen mit ihrem Projekt den Deutschen Klimapreis der Allianz Umweltstiftung 2017.
Die Umweltstation übernahm den Ökofußpfad in ihr Programm und bietet das Mitmachseminar „Mein ökologischer Fußabdruck“ für Schulklassen, Vereine und Gruppen an. Zudem steht der begehbare Fußabdruck allen zur freien Begehung zur Verfügung.
Um Kinder und Jugendliche für nachhaltige Lebensstile zu begeistern, braucht es weit mehr als Theorie und Tipps. Raus in die Natur und dort die Schönheit, die Zerbrechlichkeit und Ruhe wahrnehmen, fördert eine emotionale Verbindung mit ihrer Umwelt. Durch interaktive Seminare wie die Fließgewässeruntersuchung, den Waldtag oder LandArt bringt die Umweltstation Königsdorf Kindern und Jugendlichen ihre Umwelt ein Stückchen näher. Unter dem Motto „Vielfalt stärken, Schöpfung bewahren und Menschen bewegen“ machen sich Umweltpädagog*innen auf dem Weg in die Wildnis des Landschafts- und Naturschutzgebiets. Spielerisch wird hierbei die Natur beGriffen und verStanden, auch ein Weg zu einem einfachen Leben.


Kontakt & Infos:

Miriam Stiel
Jugendsiedlung Hochland, Umweltstation Königsdorf
Rothmühle 1, D-82549 Königsdorf
Tel. 08041 7698 24
umweltstation(at)jugendsiedlung-hochland.de
www.jugendsiedlung-hochland.de

Text: Miriam Stiel, Umweltstation Königsdorf