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Die ANU-Fachgruppe organisierte auch dieses Jahr wieder einen Fachtag, Thema war die Auszeichnung Umweltschule und, damit verbunden, Kooperationen zwischen schulischer und außerschulischer Umweltbildung.

Birgit Feldmann, LBV Geschäftsstelle Hilpoltstein, stellte die Grundzüge für die Auszeichnung der Umweltschulen in Europa vor. Dies ist eine weltweite Auszeichnung. Insgesamt 64 Länder nehmen an dem Programm teil. In jedem Land gibt es eine Landeskoordination. Innerhalb Deutschlands hat für Bayern der Landesbund für Vogelschutz diese Aufgabe übernommen. Im Weiteren stellten sich vier Umweltschulen aus unterschiedlichen Schularten vor. Sie zeigten deutlich, wie durch geeignete Maßnahmen in ihrer Schule eine Implementierung von BNE im schulischen Bereich möglich ist. Dies gilt für allgemein- und berufsbildende Schulen gleichermaßen, wobei festzustellen ist, dass dies in kleineren Schulen leichter gelingen kann.
Die Schulen haben von der Anmeldung an ein Jahr Zeit an zwei Nachhaltigkeitsprojekten zu arbeiten. Diese können sie aus 4 vorgegebenen Themen aussuchen, aber auch an einem schuleigenen Thema arbeiten. Wichtig ist dabei, dass die Projekte am Lehrplan angebunden sind, aber eindeutig über den üblichen Umfang hinausgehen. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden idealerweise die drei Dimensionen Ökologie, Soziales und Ökonomie verbindend in den Projekten behandelt und Nachhaltigkeit sollte über die beiden Projekte hinaus im Schulleben nach und nach strukturell verankert sein.

Lehrkräfte der Grundschule Reichenschwand, der Mittelschule Heuchelhof, des Gymnasiums Münchberg und der Fachober-/Berufsoberschule Neuburg stellten auf beeindruckende und je nach Schulart unterschiedliche Weise ihre Wege zur Verankerung von BNE an ihren Schulen vor. In der anschließenden Gruppenarbeit wurden folgende für alle Schultypen gemeinsamen Gelingensfaktoren benannt:

  • Hohe Bedeutung der Schulleitung  
  • Einbindung des gesamten Lehrerkollegiums  
  • Partizipation der Schüler*innen
  • Einbindung der gesamten Schulfamilie mit Eltern etc.
  • Wichtige Kooperationspartner suchen, z.B. Umweltbildungseinrichtungen
  • Strukturelle Verankerung z.B. im Leitbild, im Schulentwicklungsprogramm etc.

Das ausführliche Protokoll steht auf der Website der ANU Bayern.  

Infos und Kontakt:

Annette Beyer
Museum im Koffer e.V., Umweltstation Kinder- und Jugendmuseum Nürnberg
Tel. 0911 60004-0
annette.beyer(at)museum-im-koffer.de  
 
Cordula Jeschor
Umweltstation Nürnberg, Institut für Pädagogik und Schulpsychologie
Tel 0911 231-9059
cordula.jeschor(at)stadt.nuernberg.de