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Die ANU Bayern setzt sich für die Interessen ihrer Mitglieder ein und unterstützt ihre Forderungen. Dazu zählt auch eine bessere Finanzierung für die Umweltbildungseinrichtungen.

Angeregt durch Kolleg*innen aus Schwaben und deren Diskussion am Runden Tisch Umweltbildung Schwaben hat die ANU Bayern e.V. den Vorschlag, eine Verwaltungskostenpauschale für die staatlich anerkannten bayerischen Umweltstationen zu fordern, aufgegriffen, ein Forderungspapier dazu erstellt und die Unterstützung von LBV und BUND Naturschutz in Bayern dazu erwirkt. Auch die neu gegründete ANU-Fachgruppe Umweltstationen unterstützte das Vorhaben. Wir haben uns mit dieser Forderung an den Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Söder und den Bayerischen Umweltminister Dr. Huber gewandt und um Unterstützung bei Abgeordneten des Bayerischen Landtags geworben. Minister Dr. Huber hat am 18.05.2018 in einem Schreiben an Josef Zellmeier (MdL), CSU, der eine wohlwollende Prüfung der Einführung einer Verwaltungskostenpauschale für die staatlich anerkannten Umweltstationen gebeten hat, geantwortet, der er dessen Initiative im Grundsatz unterstütze. Er habe inzwischen eine Prüfung veranlasst, wie eine derartige Pauschale gestaltet werden könnte. Das StMUV würde sich mit den für das Vorhaben zuständigen Stellen in Verbindung setzen und die Idee weiterverfolgen.
Abgeordnete der SPD haben am 06.06.2018 einen Änderungsantrag zum Nachtragshaushaltsplan 2018 eingebracht, mit der Forderung für dieses Jahr zusätzliche Finanzmittel für die Verwaltungskosten von Umweltstationen einzustellen, der von der Mehrheitsfraktion abgelehnt wurde.


Wir haben somit einiges in Bewegung gebracht und brauchen weiter die Unterstützung aller Umweltstationen, sich auch mit dieser Forderung an ihre politischen Vertreter*innen zu wenden, um das Vorhaben zum Erfolg zu führen.
Um den Forderungen nach einer besseren Finanzierung aller Umweltbildungsakteure in Bayern Nachdruck zu verleihen, stützt sich die ANU Bayern auch auf die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2016,  deren Ziel es ist, in allen Bildungsbereichen die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) strukturell zu verankern. Die Bedeutung von BNE wurde auch von den Bundesländern betont. Der deutsche Beitrag zum Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung 2015-19 verpflichtet sich mit dem im Juni 2017 vom BMBF veröffentlichten Nationalen Aktionsplan die Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen Bereichen des deutschen Bildungswesens strukturell zu verankern. Um dies auf den Weg zu bringen fordern wir:


Sicherung der finanziellen Mittel für die Akteure der Umweltbildung/BNE in Bayern
zu der Forderung nach der Einführung einer Verwaltungskostenpauschale setzen wir uns auch (seit langem) für die mögliche Beantragung von mehrjährigen Projekten für alle Förderungen der Umweltbildung ein. Die Anpassung der Stunden- und Honorarsätze an die realen Kosten sowie die Anpassung der Fördersätze an die allgemeinen Kostensteigerungen verfolgen wir wie auch die Einrichtung eines neuen Etats zur Förderung der Kenntnis der Artenvielfalt als besonderer Förderschwerpunkt.
Förderung von Zusammenarbeit von Umweltstationen und Schule sowie Lehreraus- und Fortbildung
Allen Schüler*innen soll es ermöglicht werden, jährlich an einem Programm zu einem Schlüsselthema der Nachhaltigkeit (z.B. Biodiversität, Energie, Rohstoffe, Boden, Wasser, Klima, Verteilungsgerechtigkeit) teilzunehmen, das in Kooperation mit anerkannten Akteuren der Umweltbildung/BNE stattfindet und staatlich finanziert wird.
In der Lehreraus- und fortbildung muss das Kennenlernen von Umweltstationen und praktischer BNE-Bildungsarbeit Bestandteil sein. Die transdisziplinäre Zusammenarbeit von Hochschulen und Umweltstationen ist dafür eine unbedingte Voraussetzung.

Eine bessere Finanzierung für das Freiwillige Ökologische Jahr in Bayern durch Aufstockung des Budgets für das FÖJ auf das Doppelte, denn die Nachfrage der Einsatzstellen und der Bewerber*innen kann nicht erfüllt werden (auf 1 Stelle kommen derzeit 4 Bewerber*innen) und eine bessere finanzielle Ausstattung der Träger des FÖJ in Bayern zur Durchführung ihrer Arbeit.

Schaffung einer Vernetzungsstelle für die Umweltbildung/BNE in Bayern

Die ANU Bayern e.V. beansprucht für Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit und fachliche Beratung der Umweltstationen und Umweltbildungseinrichtungen bei der Konzeption und inhaltlichen Beantragung der Projekte eine Stelle. Bislang wird diese Arbeit ehrenamtlich geleistet.

Wir werden diese Ziele in weiteren Gesprächen mit Politiker*innen verfolgen.
Kontakt und Infos:
Marion Loewenfeld
Geschäftsstelle der ANU Bayern e.V.
Nikolaistr. 4, 80802 München
Tel. 089 51996457
bayern(at)anu.de
www.umweltbildung-bayern.de