Archiv 2015

ANU ist Mitglied in Nationaler Plattform

Annette Dieckmann, die Vorsitzende des ANU Bundesverbands, ist eine der 37 EntscheidungsträgerInnen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, die am 29.09.2015 von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka in der neuen „Nationalen Plattform“ begrüßt wurden und die die Umsetzung des 5-jährigen Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in Deutschland steuern sollen.
Im Frühjahr 2017 wird das von Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen geleitete Gremium einen Nationalen Aktionsplan verabschieden. Die bei der Abschlusskonferenz der BNE-Weltdekade in Japan von der UNESCO vorgelegte „Roadmap“ dient dabei als Grundlage. Konkrete Vorschläge für den Nationalen Aktionsplan sollen in Fachforen zu den jeweiligen Bildungsbereichen frühkindliche Bildung, Schule, berufliche Bildung, Hochschule, informelles und non-formales Lernen/Jugend sowie Kommunen erarbeitet werden, die mit bis zu 15 FachexpertInnen besetzt und bis Jahresende gegründet werden. Bis zum 14. Oktober kann die ANU als Mitglied der Nationalen Plattform Vorschläge für die Besetzung der Fachforen abgeben. Ehemalige Arbeitsgruppen der UN-Dekade BNE arbeiten als „Partnernetzwerke“ weiter, die über die Fachforen ebenfalls Impulse für den Nationalen Aktionsplan einbringen können.
Caroline Fischer ist Mitglied in der bisherigen Dekade-AG „Biologische Vielfalt“, die sich derzeit bemüht, als „Partnernetzwerk Biologische Vielfalt“ im Rahmen des Weltaktionsprogramms BNE weiter zu arbeiten. Marion Loewenfeld ist Mitglied im Partnernetzwerk „Außerschulische Bildungswelten“, das den Bereich informelles und non-formales Lernen sowie Jugend abdecken soll.
Auch an die erfolgreichen Auszeichnungen der UN-Dekade BNE soll angeknüpft werden. In einem neuen Format wird die Deutsche UNESCO-Kommission Institutionen, Netzwerke und Kommunen separat in drei Kategorien auszeichnen. Nähere Informationen dazu sind für Dezember angekündigt. Für alle interessierten Akteure wird das BMBF im kommenden Jahr einen "Agenda-Kongress" veranstalten.
Weitere Infos unter:  www.bne-portal.de

Auf die UN-Dekade folgt das Weltaktionsprogramm

Die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ lief Ende 2014 aus. Die Abschlusskonferenz in Aichi-Nagoya (Japan) war nicht nur eine Reflexion über die Entwicklung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in den vergangenen zehn Jahren, sondern zugleich auch der Startschuss für das Weltaktionsprogramm (WAP) bzw. Global Action Program (GAP). Annette Dieckmann, Vorsitzende des ANU Bundesverbands war als Vertreterin der Nichtregierungsorganisationen mit in Japan. In der von den TeilnehmerInnen verabschiedeten Erklärung zum Abschluss der Konferenz waren sich alle einig: Das Engagement für das Bildungskonzept ist fortzuführen und zu erhöhen.

Das Weltaktionsprogramm entstand als Folge der 37. UNESCO-Generalkonferenz und hat zum Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung nach der Dekade weiterzuführen und verstärkt in alle Bereiche des Bildungssystems zu integrieren. Es soll für die nächsten fünf Jahre einen konkreten und greifbaren Beitrag zur Post-2015 Entwicklungsagenda leisten – mit Aussicht auf Verlängerung. 

Die strategische Fokussierung der Aktivitäten konzentriert sich auf folgende fünf Felder:

  • Schaffung eines förderlichen Umfeldes zur festen Integration von BNE in die nationale und internationale Bildungs- und Entwicklungspolitik.

  • Förderung ganzheitlich-institutioneller BNE-Ansätze in Bildungseinrichtungen.

  • Fähigkeiten zur BNE-Vermittlung von Lehrerinnen und Lehrern, Ausbilderinnen und Ausbildern, Erzieherinnen und Erziehern sowie weiteren "Change Agents" stärken.

  • Die Jugend als wichtigen Akteur des Wandels besonders unterstützen.
  • BNE-Aktivitäten in lokalen Bildungslandschaften verstärken.

Das Weltaktionsprogramm ist das Ergebnis breiter Konsultationen: Mittels eines UNESCO-Fragebogens mit Antworten aus ca. 100 Mitgliedsstaaten und von über 500 relevanten Akteuren, Konsultationstreffen und einer Onlinebefragung gelang es, möglichst viele entscheidende Stakeholder einzubeziehen. In diesen Dialog waren die ANU Bayern und der ANU-Bundesverband über den Runden Tisch der UN-Dekade BNE eingebunden.
» Download Die Arbeitsübersetzung des WAP

Zur Struktur des WAP in Deutschland

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Federführung bei der Umsetzung des Weltaktionsprogramms (WAP) in Deutschland. Es gibt folgende Gremien: Die Nationale Plattform konstituiert sich Ende September 2015 in Berlin. Bundesministerin Professor Wanka hat über 30 hochrangige Vertreter_innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zur Mitwirkung in der Nationalen Plattform unter Vorsitz von Frau Staatssekretärin Quennet-Thielen eingeladen. Annette Dieckmann, Vorsitzende der Bundes-ANU, vertritt die außerschulische Umweltbildung. Die Plattform und ihre Mitglieder werden gemeinsam mit Fachforen und Partnernetzwerken einen Nationalen Aktionsplan erarbeiten, um im Rahmen des WAP vom Projekt zur Struktur zu kommen und BNE in allen Bildungsbereichen zu verankern.
Direkte Zuarbeit erhält die Nationale Plattform von zunächst sechs Fachforen, die sich an den Bildungsbereichen (frühkindliche, schulische und berufliche Bildung, Hochschulbildung, informelles/non-formales Lernen/Jugend) sowie Kommunen orientieren. Aus den Arbeitsgruppen der UN-Dekade können Partnernetzwerke hervorgehen und ihre erfolgreiche Arbeit fortführen. Zudem können neue Partnernetzwerke sowie ggf. weitere themenbezogene Fachforen von der Nationalen Plattform anerkannt werden. Sowohl die Mitglieder der Nationalen Plattform wie auch der Partnernetzwerke können Vorschläge für die rund 10-15 Plätze in den Fachforen machen. Marion Loewenfeld, Vertretung Nick Fritsch, ist für die ANU Bayern im Partnernetzwerk informelles und nonformales Lernen/Jugend.
Infos:  www.bne-portal.de

Nationalen Konferenz zum Abschluss der UN-Dekade "BNE"

DUK/Jo Hempel

Auf der nationalen Konferenz zum Abschluss der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005-2014) zogen rund 500 Fachleute eine Bilanz der UN-Dekade in Deutschland. In der gemeinsamen verabschiedeten „Bonner Erklärung 2014" haben sie ihre Ergebnisse niedergelegt und blicken auf das kommende Weltaktionsprogramm.
» Download Bonner Erklärung

Abschlusskonferenz in Japan

Die UNESCO hat auf der Abschlusskonferenz in Japan eine Roadmap zum WAP in englischer Sprache veröffentlicht, die beschreibt auf welchen Wegen BNE in den fünf prioritären Handlungsfeldern des Weltaktionsprogramms implementiert werden soll.  In der Aichi-Nagoya-Erklärung zur BNE, die von den KonferenzteilnehmerInnen verabschiedet wurde, werden alle Mitgliedstaaten der UNESCO aufgerufen, ihr Engagement für das Bildungskonzept fortzuführen und zu erhöhen und in weitere UN-Programme zu integrieren.
Download: UNESCO Roadmap in englisch und deutscher Übersetzung:

Download: Aichi-Nagoya Erklärung

Aufruf zu Launch Commitments

Die UNESCO ruft zum Start des Weltaktionsprogramms BNE auf, Lounch Commitments einzureichen. Bis zur Nagoya-Konferenz im November waren 360 Lounch Commitments aus 80 Ländern eingegangen. Unter den 20 deutschen Meldungen sind auch Aktivitäten des ANU-Bundesverbands, des Naturguts Ophoven und des Vereins Umweltlernen in Frankfurt.
 » Website zu Launch Commitment mit Übersichtskarte und Meldeformular

Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung ruft vom 30. Mai bis 5. Juni 2015 zu Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit auf. Die bunten Aktionen setzen bundesweit – und erstmalig auch europaweit – ein Zeichen des Engagements für nachhaltige Entwicklung.
Mitmachen kann jeder: Schulen, Kirchen, Unternehmen, Vereine, Initiativen, Nichtregierungsorganisationen, Behörden, Kindergärten und auch einzelne Bürgerinnen und Bürger – alle, die sich in ihrem täglichen Umfeld für mehr Umwelt- und Klimaschutz einsetzen, den sozialen Zusammenhalt stärken oder faire Handels- und Produktionsbedingungen aufzeigen wollen.
Von der Handysammelaktion über die nachhaltige Clubnacht bis zum Filmabend, von der Diskussionsrunde oder dem Workshop über den vegetarischen Tag in der Kantine bis zur Einkaufsaktion oder der nachhaltigen Stadtführung: Tragen Sie ab März 2015 Ihre Aktion auf  www.aktionstage-nachhaltigkeit.de ein! So wird aus einer Vielzahl kreativer, tatkräftiger Aktionen ein gemeinsames, politisches Signal für mehr Nachhaltigkeit in Deutschland.
Zum ersten Mal findet 2015 zeitgleich zu den Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit die Europäische Nachhaltigkeitswoche statt. Sie geht auf einen gemeinsamen Vorstoß von Deutschland, Frankreich und Österreich zurück. Ziel der europäischen Initiative ist es, der großen Zahl dezentraler Projekte und Leistungen für nachhaltige Entwicklung und der Vielfalt von Akteuren mehr Sichtbarkeit zu verleihen. Menschen aus allen europäischen Ländern können hieran teilnehmen. Ab März 2015 können Aktionen auf  www.esdw.eu eingetragen werden. Die deutsche Seite www.aktionstage-nachhaltigkeit.de mit allen Beiträgen wird dorthin verlinkt, und die Aktionen in Deutschland werden damit auch Teil der europäischen Initiative.

10 Jahre UN-Dekade BNE zeigen Wirkung - Bonner Erklärung verabschiedet

„Die Weichen sind gestellt!“ sagt Walter Hirche, Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission. Auf der nationalen Konferenz zum Abschluss der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2005-14 wurde am 29./30.09 in Bonn Bilanz gezogen über 10 Jahre gesamtgesellschaftliches Wirken für BNE in allen Bereichen in Deutschland.
Prof. Dr. de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees, stellte die Bilanz vor: Über 1.900 ausgezeichnete Projekte, 49 Maßnahmen, die BNE strukturell verankern, 21 Dekade-Kommunen, davon 3 in Bayern (Eggolsheim, München und Neumarkt/Oberpfalz), 4 Hochschulprojekte zur wissenschaftlichen Begleitung der Dekade in ausgewählten Bereichen und sehr viele Akteure auf allen gesellschaftlichen Ebenen haben dazu beigetragen, die Weichen für eine strukturelle Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der deutschen Bildungslandschaft zu stellen. Auf der Tagung meldete sich die Jugend zu Wort, die künftig gestaltend in BNE-Aktivitäten und -Strukturen einbezogen werden möchte.
Mit der „Bonner Erklärung 2014“, die von den über 400 TeilnehmerInnen der Konferenz mit verfasst und verabschiedet wurde, begrüßen und unterstützen sie die Ausrufung des Weltaktionsprogramms (WAP) durch die Vereinten Nationen und den von der UNESCO entwickelten Zielkatalog, die Umsetzungsagenda und die fünf Prioritäten des WAP. Dazu zählen: die politische Unterstützung in allen Belangen der BNE inklusive entsprechender Ressourcen und ein gesamtinstitutioneller Ansatz, in dem Bildungseinrichtungen ein deutliches Nachhaltigkeitsprofil ausbilden. Wesentliche Punkte sind außerdem die Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen auch unter Nutzung digitaler Medien, die BNE-Qualifizierung von MultiplikatorInnen, eine Stärkung von breiten BNE-Netzwerken auf kommunaler Ebene und deren Einbettung in überregionale Kontexte. Die Bonner Erklärung endet mit einem Appell an alle staatlichen und nichtstaatlichen Akteure, die Umsetzung von BNE zu intensivieren. Dafür sollen neue Finanzierungsinstrumente der BNE geprüft werden.

Bonner Erklärung 2014 zum Downloaden

Bonner_Erklaerung_2014.pdf

210 K

M. Loewenfeld, Walter Hirche, Gerhard de Haan auf der Bonner Konferenz (Foto: K v Koerber)
Jugend in Aktion mit Forderungen zur Mitgestaltung nachhaltiger Entwicklung (Foto: M. Loewenfeld)

Neue Broschüre zu UN-Dekade-Projekten

Das Thema 2014 der UN-Dekade „BNE“ heißt „Brücken in die Zukunft“ und zielt auf eine Weiterführung und Verstetigung der Bildung für nachhaltige Entwicklung ab. Ab 2015 wird es das Weltaktionsprogramm dazu geben. In der neu erschienenen Broschüre „Vom Projekt zur Struktur – Projekte, Maßnahmen und Kommunen der UN-Dekade BNE“ werden alle ausgezeichneten Maßnahmen und Kommunen der Dekade vorgestellt. Dazu zählt auch der „ANU Aktionsplan für Bayern“, dessen Umsetzung in der Broschüre beschrieben ist.

Download:

Broschuere-2014.pdf

7.1 M