Weltaktionsprogramm (WAP) Bildung für nachhaltige Entwicklung

Nationaler Aktionsplan BNE verabschiedet

Foto: BMBF Hans Joachim Rickel; die Mitglieder der Nationalen Plattform nach der Verabschiedung des NAP.

Von Marion Loewenfeld

Die Nationale Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung hat am 20.06.2017 den Nationalen Akt-onsplan BNE (NAP) zur Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (2015-2019) verabschiedet.
Die 130 Ziele, 349 konkreten Handlungsempfehlungen und zahlreiche Commitments des NAP wurden schwerpunktmäßig von den sechs Fachforen erarbeitet. Sie sollen in den einzelnen Bildungsbereichen dazu führen, dass BNE strukturell in der deutschen Bildungslandschaft in Lehrplänen, Curricula und Ausbildungsordnungen sowie die Aus-, Fort- und Weiterbildungen der pädagogischen Fachkräfte in der formalen, non-formalen sowie informellen Bildung verankert wird. Dies wird eine Herausforderung für die Länder, die das schwerpunktmäßig umsetzen müssen. Auch die ANU hat  diverse Commitments abgegeben.
Ein Ziel des NAP ist eine stärkere Vernetzung der BNE-Akteure und guter Praxis, sowie eine ganzheitliche Transformation von Lerneinrichtungen hin zur Nachhaltigkeit. „Es bedarf einer stärkeren Verbindung zwischen Zivilgesellschaft /Akteuren der BNE sowie denen, die strukturbildend tätig sind“, erklärt Prof. Dr. de Haan in seinem Monitoringbericht als unabdingbar.
Der NAP leistet einen wesentlichen Beitrag zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und den globalen Entwicklungszielen, der Agenda 2030. Er soll eine Grundlage für langfristiges Handeln schaffen, das auch über 2019 hinaus wirkt.

Infos:

 www.bne-portal.de

BNE-Bericht der Bundesregierung 2013-2017

Übergang von UN-Dekade zu Weltaktionsprogramm auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene
Die Bundesregierung hat ihren Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für die 18. Legislaturperiode veröffentlicht. Dieser beschreibt die Aktivitäten auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene von Mitte 2013 bis Mitte 2017 – den Übergang von der UN-Dekade (2005-2014) zum Weltaktionsprogramm (2015-2019).
Die Bundesregierung bezeichnet diesen Zeitraum als „Phase des Um- und Aufbruchs“, in der BNE „einen starken Bedeutungszuwachs erfahren hat“. Die Publikation konzentriert sich darauf, wie die Verankerung von BNE in der deutschen Bildungslandschaft auf den drei genannten Ebenen vorangeschritten ist. Die Bundesregierung betont außerdem, dass das Mitwirken zivilgesellschaftlicher Akteure entscheidend zu Erfolgen beigetragen hat, etwa bei der Ausgestaltung des Nationalen Aktionsplans BNE.
Der Bericht beschreibt die Aktivitäten der Länder, der Kommunen und aller Bundesministerien zusätzlich der drei Bundesbeauftragten (Kultur und Medien; Migration, Flüchtlinge und Integration; Belange von Menschen mit Behinderungen). Leserinnen und Leser erfahren außerdem mehr über Strukturen und Akteure auf der internationalen Ebene.
 http://www.bne-portal.de/de/infothek/meldungen/bne-bericht-der-baundesregierung-2013-2017

Bildung für nachhaltige Entwicklung – Agendakongress „In Aktion“

Der Agendakongress „In Aktion“ des BMBF findet am 27./28. November 2017 im bcc in Berlin statt. Er dient nach der Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans (NAP) am 20. Juni 2017 der Debatte, der Vernetzung und dem Austausch. Wie sollen die formulierten Maßnahmen und Ziele praktisch umgesetzt werden? Der Agendakongress lädt Fachleute, Aktive und interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, mitzudiskutieren, anzupacken und die Zusammenarbeit auszubauen.
Das zweitägige Programm bietet Informations-, Diskussions- und Workshopangebote zu zentralen Themen für die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans. Am Abend des 27. November 2017 zeichnen das BMBF und die Deutsche UNESCO Kommission vorbildliche Initiativen und bestehendes Engagement aus.
Infos und demnächst Anmeldung:  http://www.bne-portal.de/de/bundesweit/agendakongress

Online-Video-Kurs „Nachhaltigkeit in der Ernährung“ ist auf YouTube frei zugänglich

Der Online-Video-Kurs, den Karl von Koerber im Rahmen der Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung herausgegeben hat, ist auf einem neu eingerichteten YouTube-Kanal verfügbar:  https://www.youtube.com/channel/UClaxfPuvIGVmJ2FNM6u_pZw. Es ist auch möglich, auf YouTube.com „Nachhaltigkeit in der Ernährung“ als Suchbegriff einzugeben. Detaillierte Informationen sind auf der Homepage: nachhaltigeernaehrung.de/ONLINE-VIDEO-KURS-Nachhaltigke.97.0.html. Hier gibt es auch alle Foliensätze mit der Literatur-Dokumentation zum Download und außerdem eine ausführliche Projektbeschreibung:  http://www.nachhaltigeernaehrung.de/fileadmin/Online-Video-Kurs/Projektbeschreibung/Projektbeschreibung_Online-Video-Kurs_V20_2017-03-30.pdf.

Der Online-Video-Kurs besteht aus 18 Lerneinheiten à etwa 30-45 Minuten Laufzeit (einige ca. 60 Minuten), von denen jeweils zwei eine Doppeleinheit bilden:
1. Nachhaltigkeit und globale Herausforderungen
2. Klimawandel und Welthunger
3. Bevorzugung pflanzlicher Lebensmittel
4. Ökologisch/nachhaltig erzeugte Lebensmittel
5. Regionale und saisonale Erzeugnisse
6. Bevorzugung gering verarbeiteter Lebensmittel
7. Fair gehandelte Lebensmittel
8. Ressourcenschonendes Haushalten
9. Genuss ohne Reue - praktische Umsetzung.

Kontakt:

Karl von Koerber, Dr. oec. troph., Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung, Beratungsbüro für ErnährungsÖkologie
Mutter-Teresa-Str. 20, 81829 München-Riem
Tel. 089 65102131,  koerber(at)nachhaltigeernaehrung.de
 www.nachhaltigeernaehrung.de